SPD-Mitglieder müssen noch zustimmen

Große Koalition: Vertrag perfekt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Berlin - Große Koalition in der BRD: Nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon einigen sich CDU, SPD und CSU auf einen Koalitionsvertrag. Nun müssen noch die SPD-Mitglieder dem künftigen Regierungsbündnis zustimmen.

Deutschland wird vermutlich künftig von einer großen Koalition regiert. Die Unionsparteien und die SPD einigten sich nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon heute am frühen Morgen auf einen Koalitionsvertrag. Eine Hürde muss die Übereinkunft aber noch nehmen: Die Sozialdemokraten wollen ihre Mitglieder über das künftige Regierungsbündnis abstimmen lassen.

Strittige Punkte waren in der Nacht noch die Pkw-Maut, der Mindestlohn und die Rente. Die CSU setzte sich mit ihrer Forderung nach einer Maut für Ausländer durch, die SPD verbucht die Festlegung auf einen Mindestlohn und die Rückkehr zur Rente mit 63 als Erfolg für sich. Auch die doppelte Staatsbürgerschaft - eine Forderung der Sozialdemokraten - soll künftig möglich sein. Über die Besetzung der Ministerposten wollen die künftigen schwarz-roten Koalitionspartner noch nichts verraten, bis die SPD-Basis dem Vertrag zugestimmt hat. Rente, Steuern, Mindestlohn, Maut und Energiewende: Der Koalitionsvertrag der großen Koalition im Detail.

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Der Einigung war ein 17-stündiger Verhandlungsmarathon vorausgegangen. Am frühen Morgen vermeldeten dann erste Politiker den Durchbruch bei den Koalitionsverhandlungen. Strittigster Punkt war bis zuletzt die Haushaltspolitik: Die CDU lehnte strikt die von SPD geforderten Steuererhöhungen für Besserverdienende ab, die Projekte des Koalitionsvertrages sollen ohne weitere Schulden und höhere Steuern finanziert werden.

(nb)

Wer könnte was in einer Großen Koalition werden?

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Quelle: op-online.de

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