Organspenden

Heikle Frage - einfache Lösung

Dem Tod schaut man lieber nicht ins Auge - das ist der simple Grund dafür, dass drei Viertel der Bundesbürger einer Organspende zustimmen, aber höchstens ein Viertel tatsächlich einen Spenderausweis hat. Angst, Unsicherheit und gewiss auch Trägheit begünstigen, dass unterschiedlichen Schätzungen zufolge 1 000 bis 3 000 Menschen in Deutschland jährlich sterben, weil sie vergeblich auf ein Spenderorgan warten. Von Ralf Enders

Das Thema ist äußerst heikel und kompliziert - gerade deshalb sollte die Lösung äußerst einfach sein. Nur so werden potenziell Spendewillige nicht abgeschreckt.

Der Vorschlag von Volker Kauder - nicht als CDU-Politiker, sondern als Organspende-Aktivist - geht deshalb in die richtige Richtung: Jeder wird einmal im Leben gefragt und kann mit Ja oder Nein antworten.

Freilich ist das stark vereinfacht, und zahlreiche Detailfragen sind offen. Aber zumindest mit dieser Frage sollte jeder Einzelne konfrontiert werden. Denn dem Tod ins Auge zu schauen, kann Leben retten.

@ ralf.enders@op-online.de

Quelle: op-online.de

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