Unwetter-Katastrophe in Deutschland

Bewegende Geste im Katastrophengebiet: Angela Merkel hält Hand von Malu Dreyer

Nach der Hochwasser-Katastrophe verspricht Angela Merkel schnelle Hilfe. Zusammen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte sie einen betroffenen Ort in Rheinland-Pfalz.

Kassel/Schuld-Ahrweiler - Nach den dramatischen Hochwassern in Deutschland besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den besonders hart getroffenen Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz). Zusammen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) machte sie sich am Sonntag (17.07.2021) ein Bild vom Katastrophengebiet.

Einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge zeigte sich Angela Merkel erschüttert sowie sichtlich bewegt über die verheerenden Ausmaße der Flut und versprach schnelle Hilfe. Die Lage vor Ort bezeichnete sie als „surreal“ und „gespenstisch“. „Die deutsche Sprache kennt kaum ein Wort für die Verwüstungen, die hier angerichtet wurden“, sagte sie. Doch vor allem eine Geste fiel während ihres Besuches auf.

Nach Hochwasser-Katastrophe: Angela Merkel besucht Krisengebiet - und stützt Malu Dreyer

Durch das zerstörte Schuld gehend hielt die Bundeskanzlerin die Hand von Malu Dreyer. Ein Foto davon verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit mehrfach in den sozialen Medien und bekam viele positive Reaktionen seitens der Nutzer. Neben einem Zeichen der Anteilnahme könne auch eine Erkrankung Dreyers dabei eine große Rolle spielen. Im Jahr 1995 wurde bei ihr Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert. Laut welt.de nutze die SPD-Politikerin bei längeren Strecken einen Rollstuhl, auf kürzeren ließe sie sich hin und wieder stützen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte zusammen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) das vom Hochwasser zerstörte Krisengebiet in Rheinland-Pfalz.

Sie dankte Angela Merkel, die im August noch einmal wiederkommen möchte, und den zahlreichen Helfern vor Ort. Den Angehörigen der Opfer durch die Flut-Katastrophe drückte sie ihr vollstes Mitgefühl aus. „Unser Land ist erschüttert“, sagte Dreyer. Sie geht von einem „Kraftakt auf lange, lange Zeit“ aus, bis der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten bewältigt ist. „Es wird lange dauern, bis die Leute wieder sagen können, ich erkenne meine Heimat wieder.“ Derweil steigt die Zahl der insgesamt bestätigten Todesopfer auf über 160 an. Die Bergung in den betroffenen Gebieten ist allerdings noch nicht abgeschlossen und auch die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange. (Alina Schröder)

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