Hohes Sicherheitsaufgebot bei Timoschenko-Prozess

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Der Prozess gegen die prowestliche Politikerin Julia Timoschenko hat begonnen.

Kiew - Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat in Kiew der Prozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko begonnen. Der prominenten Oppositionspolitikerin wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Hunderte Anhänger versammelten sich am Freitag im Zentrum der Hauptstadt. Einige lieferten sich Schlägereien mit Timoschenko-Gegnern. “Ich erkenne dieses Gericht nicht an“, sagte die prowestliche Politikerin. In dem kleinen überfüllten Gerichtssaal herrschten chaotische Zustände, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur dpa berichtete. Timoschenko wirft Präsident Viktor Janukowitsch vor, die Justiz für politische Zwecke zu missbrauchen. Dies weist der prorussische Staatschef zurück. Die Verteidigung stellte einen Befangenheitsantrag gegen den von Janukowitsch erst vor kurzem ernannten und völlig unerfahrenen Richter.

Außer zahlreichen Journalisten verfolgte auch der EU-Botschafter in Kiew, José Manuel Pinto Teixeira, den Auftakt des Verfahrens. Westliche Politiker hatten sich mehrfach kritisch über die Anklage geäußert. Laut Anklage hat die Ukraine während Timoschenkos Amtszeit durch einen ungünstigen Gasvertrag mit Russland Hunderte Millionen Euro verloren. Zudem soll Timoschenko mehr als 220 Millionen Euro zweckentfremdet haben. Timoschenko war nach der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 Ministerpräsidentin geworden. 2010 verlor sie bei der Präsidentenwahl gegen Janukowitsch.

dpa

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