Anschläge auf Christen

Kommentar: Intoleranz die Stirn bieten

Das Terrornetz El-Kaida hat seine Strategie geändert und nimmt nun gezielt Christen in der muslimischen Welt ins Visier. Sowohl in Ägypten als auch im Irak, aber auch im afrikanischen Nigeria mussten bei Anschlägen Christen ihr Leben lassen. Von Peter Schulte-Holtey

Mit ihren Verbrechen im Namen Allahs wollen die Terroristen vorhandene Spannungen zwischen den religiösen Volksgruppen anheizen, um diese in einen offenen Kampf gegeneinander zu treiben und ihre Staaten bis in die Grundfesten zu erschüttern. Misstrauen, Wut und Hass zwischen Muslimen und Christen sollen gesäht werden. Die Furcht vor einer Zunahme der Spannungen ist berechtigt, denn der Anschlag von Alexandria kann den Beginn einer neuen bedrohlichen Entwicklung signalisieren; Ayman al Sawahiri, der Mann hinter Osama bin Laden und planende Kopf des Netzwerkes, ist Ägypter.

Die internationale Gemeinschaft muss jetzt beweisen, dass sie bereit ist, der Intoleranz die Stirn zu bieten. Auch die Bundesregierung sollte mehr Druck auf die Regierungen, vor allem in den Ländern des Nahen Ostens, ausüben, um die Christen effektiv zu schützen - und die El Kaida intensiver zu jagen. Und die christliche Welt wird nun mehr denn je darauf achten müssen, dass Ressentiments gegen Muslime nicht neuen Aufwind erhalten. Sonst hätte die El- Kaida ihr Ziel erreicht: den Hass in die Welt zu streuen.

Quelle: op-online.de

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