Kommentar zun Fehlern bei der Lohnsteuer

Kommentar: Irren im Dschungel

Bierdeckel - wo bist du? Von der Steuererklärung, wie sie vor Jahren vom CDU-Politiker Friedrich Merz geplant war, ist Deutschland weiter entfernt denn je. Von Peter Schulte-Holtey

Der Dschungel an Steuervorschriften ist inzwischen undurchdringlich und lässt - angesichts der Gesetzeshektik der vergangenen Jahre - selbst die professionellen Steuerberater aufstöhnen. Viele Steuerreformen der Vergangenheit haben statt zur Vereinfachung zum Anschwellen der Paragrafenflut geführt. Und das, was die Bundesregierung zuletzt als Steuervereinfachung angepriesen hat, ist nichts weiter als eine Luftnummer. Bestenfalls drei Euro im Monat beträgt die „Entlastung“ durch die Anhebung des Arbeitnehmerpauschbetrags auf 1000 Euro.

Verärgern muss auch, wenn sich jetzt herausstellt, dass die meisten Lohnsteuerbescheinigungen für freiwillig versicherte Krankenkassenmitglieder von den Arbeitgebern korrigiert werden müssen, weil bei der Umsetzung von Beschlüssen bei Vater Staat einiges schief gelaufen ist. Fünf Millionen Arbeitnehmern drohen hohe finanzielle Verluste bei der Steuerrückerstattung, sie sollten also genau prüfen, ob ihre Unterlagen stimmen. Das hat mit Transparenz, die den Steuerbürgern ja immer versprochen wird, rein gar nichts zu tun. Erneut fühlt man sich dem Fiskus wehrlos ausgeliefert. Was bleibt, ist ein Gefühl von Ohnmacht.

Quelle: op-online.de

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