Italien will Atom-Wiedereinstieg ein Jahr aussetzen

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Kühltürme eines Atomkraftwerks: Italien will den Atom-Wiedereinstieg für ein Jahr aussetzen.

Rom - Italien will nach dem Unglück im japanischen Unglücksreaktor Fukushima seine Pläne zum Wiedereinstieg in die Kernenergie für ein Jahr aussetzen.

Wie der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Paolo Romani, am Dienstag ankündigte, will die konservative Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Standortsuche für die Errichtung neuer Atomkraftwerke für zwölf Monate stoppen. Das Kabinett werde schon am Mittwoch ein entsprechendes Moratorium beschließen, hieß es.

Italien war 1987 aus der Kernenergie ausgestiegen. Unter dem Eindruck der Katastrophe von Tschernobyl votierten damals bei einem Referendum 80 Prozent der italienischen Bevölkerung gegen Atomkraft. Berlusconi hatte erst im Juli 2009 im Parlament die gesetzliche Basis für einen Wiedereinstieg gelegt. 2013 sollte mit dem Bau des ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) begonnen werden.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Am kommenden 12. Juni sind die Italiener dazu aufgerufen, per Referendum über “Ja oder Nein zu Atom“ zu entscheiden. Ob das Referendum angesichts des Moratoriums trotzdem durchgeführt wird, war zunächst nicht bekannt.

dpa

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