Jeder zehnte US-Bürger hält Obama für Ausländer

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Barack Obama wird von vielen US-Bürgern für einen Ausländer gehalten

Washington - Gut jeder zehnte Amerikaner hält US-Präsident Barack Obama laut einer Umfrage für einen Ausländer. Dieses Ergebnis schenkt ihm ein TV-Sender zum 49. Geburtstag.

In einer zu Obamas 49. Geburtstag am Mittwochabend (Ortszeit) vom Fernsehsender CNN veröffentlichten Umfrage zeigten sich 45 Prozent der Amerikaner unsicher, ob ihr Präsident tatsächlich definitiv in den USA geboren wurde. Hintergrund der Umfrage sind immer wieder in den Medien auftauchende Verschwörungstheorien über die Frage, ob Obama wirklich auf Hawaii das Licht der Welt erblickte - und damit rechtmäßig 44. Präsident der USA ist.

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Denn sollte er, wie einige politisch rechte Republikaner behaupten, in Kenia geboren worden sein, würde Obama illegal im Weißen Haus residieren. US-Präsident darf laut Verfassung nur werden, wer in Amerika geboren wurde. 42 Prozent der Befragten gaben laut CNN an, ganz sicher zu sein, dass dies definitiv auf Obama zutreffe.

Für Verdächtigungen gibt es kaum einen realen Hintergrund. Viele Belege bestätigen Obamas amerikanische Staatsbürgerschaft: die Dokumente der Gesundheitsbehörde in Hawaii, die Prüfung unabhängiger Institute, Geburtsanzeigen in Hawaii-Zeitungen.

Angesichts der Belege machen sich nur wenige Republikaner die Vorwürfe zu eigen. Dennoch glauben laut der CNN-Umfrage noch immer nur 23 Prozent der republikanischen Wähler, dass Obama definitiv in den USA geboren wurde. 61 Prozent dieser Gruppe stellen das zumindest infrage - und 14 Prozent sagen, er stammt auf jeden Fall aus einem anderen Land.

Für die Erhebung hat der Sender Mitte Juli nach eigenen Angaben repräsentativ nach Parteizugehörigkeit ausgewählte 1018 Erwachsene befragt.

dpa

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