Keine Signalwirkung der Bayern-Wahl

Kommentar: Seehofer kann damit leben

Ob sich der Seehofer Horst über diese Umfrage wohl ärgert - oder eher nicht? Nur ein knappes Drittel der Bundesbürger glaubt, dass der Ausgang der bayerischen Landtagswahl am 15. September eine wichtige Signalwirkung für die Bundestagswahl eine Woche später haben wird. Von Siegfried J. Michel

Das ist doch ein gemeines Ergebnis. Da könnt´ man sich als Ministerpräsident des Freistaates doch schon drüber ärgern, weil halt Bayern nicht nur ein landschaftlich schönes Bundesland ist, sondern weil es aus Sicht der CSU ja auch politisch ein ganz wichtiger - wenn nicht gar der wichtigste - Baustein dieser Republik ist. Das hat der Seehofer, der ja auch Chef bei der CSU ist, der Merkel von der CDU schon mal deutlich vor Augen geführt. Er will nämlich keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem nicht die Forderung der Christsozialen drinsteht und als Projekt aufgenommen wird, dass Ausländer, die über unsere Autobahnen flitzen, künftig eine Pkw-Maut zu zahlen haben. Basta! Ob sich die Kanzlerin in Berlin ob des Löwengebrülls aus München schon fürchtet? Nix genaues weiß man nicht.

Aber nun im Ernst: So wirklich jucken wird Seehofer die YouGov-Umfrage wohl nicht, mit dem Ergebnis wird er eher gut leben können. Mehr interessieren werden ihn die jüngsten Ergebnisse, wo die Bayern am 15. September wohl ihre Kreuzerl machen. Und da schaut es gut aus für die Christsozialen. Eine Infratest-Dimap-Umfrage ergab vor einigen Tagen, dass die CSU derzeit mit der absoluten Mehrheit rechnen kann, satte 47 Prozent seien drin, heißt es. Weinen wird die FDP, weil sie mit drei Prozent aus dem Landtag fliegen täte und so nicht mehr mitregieren darf. Leid kann einem der Ude Christian tun: Die Partei des SPD-Spitzenkandidaten kam auf nur 18 Prozent. Knapp dahinter die Grünen mit 15 Prozent. Die Freien Wähler kämen auf 8 Prozent. Mit zusammen nur 41 Prozent wird die Opposition Seehofer also nicht gefährlich. Was sollte ihn also diese YouGov-Umfrage beschäftigen?

Quelle: op-online.de

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