Kommentar: Unlauterer Handel

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Peter Schulte-Holtey

An schlechten Nachrichten aus dem Supermarkt und beim Bäcker oder beim Metzger besteht derzeit kein Mangel. Woche für Woche belegen Verbraucherschützer, dass Kunden von Lebensmittel-Herstellern über den Tisch gezogen bzw. ungenügend über Inhaltsstoffe aufgeklärt werden. Von Peter Schulte-Holtey

Es ist nicht nachvollziehbar, warum es noch immer völlig legal ist, Joghurt mit Bildern von reifen Erdbeeren zu bewerben, der kaum Fruchtanteile, aber um so mehr Aromen enthält. Und gerade haben wir die Nachricht verdaut, dass immer mehr Anbieter bei ihren Produkten an den Originalzutaten sparen und stattdessen billigere Ersatzstoffe verwenden; schon nährt die nächste Untersuchung Zweifel an den Verkäufern: An Kassen wird oft falsch gewogen - zum Nachteil der Kunden, offenbart eine aktuelle Untersuchung in hessischen Läden.

In schöner Selbstverständlichkeit wird das Papier, das Schächtelchen oder das Schälchen befüllt, und dann erst gewogen. Der Käufer zahlt also für etwas, das er nicht will. Das ist unlauterer Handel.

Gefallen lassen muss sich der Kunde diese Methoden aber nicht. Er kann sich beschweren, auch direkt bei der Marktleitung. Wenn das zu keinem Erfolg führt, schafft eine Beschwerde beim zuständigen Eichamt Abhilfe. Der beste Weg ist sicherlich das direkte Gespräch mit dem Verkaufspersonal; das schafft mehr Vertrauen, auf beiden Seiten der Theke.

Quelle: op-online.de

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