Kommentar: Freiheit einfordern

Vor allem in islamischen Ländern wie dem Irak oder Pakistan kommt es zu Übergriffen, aber auch in Indien oder Nordkorea: Das christliche Hilfswerk Open Doors gibt an, dass 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens von Verfolgung, Misshandlung oder Tod bedroht sind. Von Peter Schulte-Holtey

Es gibt noch höhere und es gibt auch niedrigere Schätzungen. Unbestritten ist: Wohl noch nie in seiner Geschichte hat das Christentum eine derartige Verfolgung erlebt. Doch kaum jemand spricht darüber. Warum ist der christliche Westen eher zögerlich beim Protest gegen diese Menschenrechtsverletzungen, während extrem muslimische Gruppierungen das Ziel verfolgen, den Nahen und Mittleren Osten zu entchristianisieren?

Aufgabe muss es sein, dass die Religionsfreiheit als selbstverständlicher Bestandteil in das Konzept der Menschenrechte zurückkehrt und in Politik, Medien und Gesellschaft. Deutsche Politiker sollten auch auf ihren Auslandsreisen viel lautstärker darauf hinweisen, dass Muslime in Deutschland selbstverständlich ihren Glauben praktizieren dürfen und dabei einfordern: Genau das wünschen wir uns in jedem anderen Land der Erde, auch für die Christen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Archiv

Kommentare