Eu-Sondergipfel

Kommentar: Euro-Bonds ja, aber nicht jetzt

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Detlef Drewes

Wird Europa beim Wachstum zu einem ähnlichen Kraftakt fähig sein, wie mit dem Fiskalpakt bei den Staatsfinanzen? Von Detlef Drewes

Am Tag nach dem Sondergipfel stellt sich diese Frage umso drängender, weil die Staats- und Regierungschefs innerhalb weniger Wochen einen vergleichbar großen Wurf brauchen, um die Spekulanten und Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Das Motto für den Fiskalpakt hieß „nicht weniger, sondern mehr Europa“. Wer damit ernst macht, kommt an den Euro-Bonds nicht mehr vorbei. Natürlich hat die Bundeskanzlerin recht, wenn sie solche Anleihen als Mittel zur Entschuldung anderer ablehnt. Aber als Schlussakt einer genesenen Union könnten auch die umstrittenen Bonds ein geeignetes Instrument sein, um eine wahrhaft gemeinsame Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zu demonstrieren. Dagegen hat nicht einmal Angela Merkel Einwände. Die Diskussion, die der französische Staatspräsident vom Zaun gebrochen hat, kommt dennoch zur Unzeit. Zum einen weil François Hollande nicht wirklich konkret gesagt hat, was er sich für welchen Zeitpunkt vorstellen will. Und zum zweiten, weil die Euro-Bonds nicht bewirken können, was jetzt notwendig ist: schnelle, wirksame Hilfe für die von der Krise erschütterten Regionen Europas.

Quelle: op-online.de

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