Facebook-Verbot für Lehrer

Kommentar: Gerne mal altmodisch

Wenn Datenschutzrichtlinien es nicht erlauben, dass Lehrer über Facebook dienstlich mit Schülern kommunizieren, dann geht es eben nicht. Es gibt ja wahrlich genug andere Möglichkeiten jenseits handgeschriebener Briefe. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Den Datenschutz auszuhebeln, wie die Junge Union in Baden-Württemberg es vorschlägt, bloß weil Schüler heute selbst zu faul sind E-Mails zu lesen, ist ja wohl absurd. Mag sein, dass das altmodisch klingt. Aber nicht alles, was möglich ist, ist auch gut. Zumal wir an dieser Stelle immer wieder beklagen, dass Menschen ihre Daten für einen Fünf-Euro-Rabatt-Gutschein hoffnungslos freiwillig preisgeben; und aktuell die Erkenntnis hinzugekommen ist, dass man pausenlos Finanzierungsangebote aus aller Welt bekommt, bloß weil man ein einziges Mal auf der Sparkassen-Homepage den Zinssatz für einen Autokredit abgefragt hat.

Spätestens aber die begründete Vermutung, dass amerikanische Geheimdienste uns ausspionieren, sollte zu denken geben. Will man wirklich auch noch dienstlichen Datentransfer auf US-Server, bloß weil Lehrer Kinder angeblich sonst nicht mehr erreichen können?

Quelle: op-online.de

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