Neue Pisa Studie

Kommentar: Hessen muss aufpassen

Ein bisschen Jubel muss erlaubt sein. Deutschlands Schüler haben sich im Pisa-Ranking ins obere Mittelfeld vorgearbeitet. Pisa, der Name stand in den vergangenen 13 Jahren vor allem für die Schieflage im deutschen Bildungswesen. Von Angelika Dürbaum

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Nach dem „Schock“ im Jahre 2000 wurden Reformen in Angriff genommen: mehr Ganztagsschulen, mehr Sprachförderung, mehr Kita-Plätze, neue Wege in der Lehrerausbildung und und und. Davon scheint nun doch einiges gefruchtet zu haben. Natürlich ist vieles an der Pisa-Studie kritikwürdig, die eins zu eins die Leistungen zwischen Shanghai und Seligenstadt vergleicht. Dennoch ist sie Gradmesser und Ansporn, nicht im Mittelmaß steckenzubleiben.

Hessen muss allerdings aufpassen, dass dem Land nicht genau dies oder gar schlimmeres passiert. Erst im Oktober stellte ein deutschlandweiter Vergleich Hessens Schülern ein schlechtes Zeugnis aus. Die Leistungen der getesteten Neuntklässler lagen in den Naturwissenschaften und in Mathematik unter dem Bundesdurchschnitt. Dies sollten die schwarz-grünen Möchtegern-Koalitionäre bedenken, bevor sie den Rotstift bei der Streichung von Lehrerstellen ansetzen. Eine bessere Ressource als gut ausgebildete Köpfe gibt es hierzulande nicht.

Quelle: op-online.de

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