Kommentar zum Kampf gegen Islamisten

Salafisten, Dschihadisten, Islamisten - rückwärtsgewandte und radikalisierte Strömungen des Islam nehmen Einfluss auf unseren Alltag. Da können dann schon mal selbst ernannte Sittenwächter als „Scharia-Polizei“ dem Staat Aufmerksamkeit heischend die lange Nase zeigen.

In der Aufgeregtheit unserer Tage rufen dann Politiker markig nach Konsequenzen gegen die jugendliche Möchtegern-Gestapo, die sich ob der großen Resonanz auf ihren Streich diebisch freut. Jetzt will Bayerns Innenminister Herrmann gar zur Überprüfung der deutschen Gesetze auf „Islamfestigkeit“ einladen. Sinn und Zweck bleiben im Dunkeln. Vielleicht sollen die Paragrafen daraufhin getestet werden, ob sie auch wirklich bei Männern in Kutten und mit Rauschebärten Anwendung finden.

Ein solcher Quatsch speist sich aus der undefinierbaren Angst vor potenziellen Gewalttätern. Und die wiederum bauen diese Angst in ihr auf dem Weg zur Weltherrschaft wohl kalkuliertes Drohpotenzial mit ein. Doch noch ein anderer droht: Barack Obama wird heute einen Plan für den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vorlegen. Das Datum ist mit Bedacht gewählt, unmittelbar vor „Nine Eleven“, dem Jahrestag des Terrorangriffs auf Amerika. Überraschungen sind keine zu erwarten. Mit Luftangriffen, der Stabilisierung des Iraks, der Bewaffnung von Hilfstruppen wie der kurdischen Peschmerga, dem Einfrieren von Geldtransfers, dem Boykott von Ölverkäufen wird Obama der blutrünstigen IS zu Leibe rücken wollen. Alternativen dazu gibt es keine. Eine Garantie auf Erfolg schon gar nicht. Nur ließen sich die Chancen erhöhen, wenn der Fokus mehr auf die Brutstätten dieser Geißel unserer Zeit gelegt würde, auf Kuwait, Saudi-Arabien und Katar. Sie organisieren die Rekrutierung mit Gehirnwäsche, bieten den Terroristen Unterschlupf und finanzieren schließlich deren blutiges Werk.

Einige Hundert dieser Fehlgeleiteten kommen aus Deutschland - und es ist festzuhalten: Die meisten von ihnen scheinen für die Zivilisation versaut, immun gegen jedwede korrigierenden Eingriffe. Diese gefährlichen Wirrköpfe fordern den deutschen Staat heraus. Denn er muss das Anschlagrisiko minimieren und zugleich dafür sorgen, dass die Solidarität mit gewaltlosen, gläubigen Muslimen nicht leidet. Sie werden nämlich gebraucht im Kampf gegen jene, die in den Heiligen Krieg gezogen sind. Gleichwohl schlägt ihnen Skepsis entgegen, gehören sie doch einer Religion an, die zu Abertausenden verblendete Fanatiker und Terroristen hervorbringt. Da haben es vertrauensbildende Maßnahmen in der Heimat schwer…

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare