Gipfel-Fortsetzung am Donnerstag

Kommentar zum Koalitionsgipfel: Ein einziges Desaster

Stresstest nicht bestanden: Der mit viel Tamtam angekündigte und von schrillen Tönen begleitete Koalitionsgipfel ist gescheitert. Von Angelika Dürbaum

Nach kaum zwei Stunden schon verließ der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel das Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer - wegen wichtiger Anschlusstermine, wie es hieß. Was, so fragt sich der geneigte Beobachter, kann wichtiger sein, als nach Lösungen für die drängenden Fragen in der Flüchtlingspolitik zu suchen?.

Dieser Sonntag hat das ganze Berliner Desaster offengelegt. Die Koalition kann ihr Versagen angesichts der großen Aufgabe kaum noch kaschieren. Die Union übertüncht ihren tiefen Riss mit einem unverbindlichen „Positionspapier“, mit dem Seehofer erst einmal ruhiggestellt wird. Und der SPD ist angesichts immer noch katastrophaler Umfragewerte sowieso das Hemd näher als der Rock.

Deutschland nimmt Tausende Flüchtlinge auf

Bis zur Gipfel-Fortsetzung am Donnerstag wird es mit Sicherheit wieder Drohungen und Forderungen geben. Zwischen Merkels „Wir schaffen das“ und Wünschen nach Abschottung, zwischen Gabriels „Einreisezentren“ und Seehofers „Transitzonen“ ist aber weit und breit keine Verbindungslinie zu erkennen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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