Sanktionen gegen Russland

Kommentar: Putin am Zug

Die EU trifft nicht die russische Führung, wohl aber die Scharfmacher, die Vasallen Putins, die im Konflikt um die Krim die Drecksarbeit vor Ort gemacht haben. Von Detlef Drewes

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Man will klarmachen, dass Moskau dieses Mal nicht so ungeschoren davon kommt wie noch vor einigen Jahren im Kaukasuskrieg. Das ist konsequent und richtig. Denn wer glaubt, er könne sich im 21. Jahrhundert der Instrumente des 19. und 20. Jahrhunderts bedienen, um Grenzen zu seinen Gunsten zu verändern, muss in die Schranken gewiesen werden. Doch der einmalige Griff zur Sanktionskeule reicht nicht. Erst die nächste Stufe wird Putin wirklich zu spüren bekommen. Dann nämlich geht es um Handelsbeschränkungen.

Der Kreml-Chef weiß selbst am besten, dass er seine vollmundigen Ankündigungen, beispielsweise den Gashahn abzudrehen, mit dem Verlust von Milliarden-Einnahmen bezahlen müsste, die seiner Wirtschaft fehlen würden. Er mag wohl auch inzwischen ahnen, dass er sich verkalkuliert haben könnte, als er auf die Zerstrittenheit der Europäer setzte. Bisher hält die Geschlossenheit. Putin sollte sie nicht weiter testen, sondern das Angebot der EU zu Gesprächen annehmen.

Das Krim-Referendum in Bildern

Das Krim-Referendum in Bildern 

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Michael Hof

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