Ärgerliche Fehler

Kommentar zur Kritik an den Bausparkassen

Wieder einmal ist der Verbraucher der Dumme. In der Vergangenheit musste Vater Staat den Banken auf die Finger klopfen. War ihre Beratung doch häufig mangelhaft. Nun sind die Bausparkassen ins Zwielicht geraten: zu hohe Sparsummen, zu hohe Raten, zu wenig Transparenz. Von Marc Kuhn

Für viele Kunden rückt der Traum von den eigenen vier Wänden damit in weite Ferne. Die Beratungsfehler sind ärgerlich. Gelten Bausparverträge doch eigentlich als konservatives Instrument. Mit ihnen wollen viele Deutsche Eigenkapital für einen Haus- oder Wohnungskauf oder eine Renovierung bilden. Ebenso wie Lebensversicherungen gelten Bausparverträge als ein Synonym für Altersvorsorge. Sie werden geschätzt, weil die Festschreibung der Darlehenszinsen vor finanziellen Belastungen in der Zukunft schützt. Nach dem Test der Verbraucherschützer ist eine gute Form der Altersvorsorge indes in Verruf geraten.

Der Ruf nach der Politik hilft nur bedingt weiter. Sie sollte zwar den Rahmen für die Beratung abstecken und ein Protokoll einführen. Die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Bausparer sind aber recht individuell. Deshalb können auch nach einem Eingreifen des Staats Mängel nicht ausgeschlossen werden. Der Kunde kommt nicht umhin, selbst tätig zu werden. Der beste Schutz vor Falschberatung bleibt für ihn die Kontrolle der Verträge durch unabhängige Fachleute.

Quelle: op-online.de

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