Meteoriten-Einschlag

Kommentar: Nur Science Fiction?

Die Gefahr, durch Geschosse aus dem Weltall Schaden zu nehmen, vergleichen Experten gern mit den sprichwörtlichen Chancen im Lotto.

Die bedauernswerten Menschen aus der Region Tscheljabinsk, die jäh in einen realen Katastrophenthriller katapultiert wurden, dürften sich allerdings schmerzhaft daran erinnert fühlen, dass allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz fast wöchentlich irgendjemand einen Sechser hat. Da hilft es wenig, wenn dieselben Experten tröstlich formulieren, dass Meteoriten „zwar alle paar Monate“ die Erde treffen, aber zumeist über unbewohntem Gebiet.

Jetzt könnte man fatalistisch über die stolze Menschheit mit all ihren Errungenschaften philosophieren, die doch in Wahrheit nur als Stäubchen durchs unendliche All irrt, bis ein vagabundierendes totes Stück Gestein ihr irgendwann ein sinnloses Ende bereitet.

Man kann sich aber auch angesichts des gefährlichen Brockens namens „2012 DA14“, der die Erde vergangene Nacht um einen Wimpernschlag verfehlt hat, alarmiert fühlen und darüber nachzudenken beginnen, warum das frühere Faszinosum Weltraumforschung heute ein Mauerblümchendasein führt und in Gefahr ist, totgespart zu werden. Wenn menschlicher Forschergeist den Mond erobert hat, kann er dann nicht auch kosmische Geschosse voraussagen und womöglich unschädlich machen? Auch Marssonden und Raumstationen waren gestern noch Science Fiction.

Quelle: op-online.de

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