Kommentar zum Mutterschutz

Anders als Phasen des Arbeitslosigkeit oder des Bezugs von Krankengeld wird der sechswöchige Mutterschutz bei der Rente mit 63 nicht berücksichtigt. Eine Ungerechtigkeit, empört sich jetzt nicht nur die Linkspartei.

Die gute Nachricht: Das Bundesarbeitsarbeitsministerium will neu nachdenken. Eine Frage der Gerechtigkeit ist es allemal. Niemand wird plausibel begründen können, warum Erwerbsunterbrechungen von Männern berücksichtigt werden, die Mutterschutzzeit der Frauen aber nicht. Ohnehin sind Frauen doch bei der Rente mit 63 im Nachteil, weil sie die erforderlichen Versicherungsjahre meist nicht zusammenbekommen. So rechnet das Bundessozialministerium mit 200.000 Personen, die im ersten Jahr von der seit Juli geltenden Regelung profitieren. Davon sind jedoch nur ein Viertel Frauen.

Unerklärlich bleibt auch ein Widerspruch: Kindererziehungszeiten werden angerechnet, denn Kinder von heute sind Rentenbeitragszahler von morgen. Die sechs Wochen Mutterschutz dagegen fliegen aus der Tabelle mit den anrechenbaren Zeiten. Das ist unlogisch.

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Quelle: op-online.de

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