Nach der Wulff-Trennung

Kommentar: Schwieriges Projekt

Es ist vorbei. Das ehemalige „Erste Paar“ Deutschlands, Bettina und Christian Wulff, geht also in Zukunft getrennte Wege. Von Peter Schulte-Holtey

Viele werden sagen: Das überrascht nicht, Frau Wulff hat doch schon vor Wochen über Intimes und über Schwierigkeiten geplaudert. Ja, sie war es, die in einer umstrittenen Medienoffensive für ihre Biographie im September 2012 auch sehr Privates öffentlich gemacht hat. Wir erfuhren von den Eheproblemen und ihrer Paartherapie. Wir hörten, dass Christian Wulff nicht genug Zeit für seine Frau übrig hatte, als er gerade mitten in dem Skandal steckte, der ihn schließlich zum Rücktritt zwang. Was wollte sie damit erreichen? Ging es ihr um Mitleid oder wollte sie nur gezielt die Gier der Öffentlichkeit bedienen, das Menschelnde hinter den Kulissen der Macht vorgeführt zu bekommen? Die Antwortsuche wird schwierig.

Klar ist: Promi-Ehen sind extrem schwierige Projekte. Die Partner stehen permanent unter Beobachtung der Öffentlichkeit. Häufig werden sie auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt, die nur darauf warten, sie in möglichst verfänglichen Situationen zu erwischen. Unter diesen Umständen eine normale Beziehung zu führen, ist sicherlich nicht leicht.

Bettina Wulff: So lacht sie nach der Trennung

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Vielleicht kann man als Außenstehender der Wulff-Promi-Trennung doch etwas abgewinnen. „Ehe bedeutet, ständig Dramen miteinander durchzustehen und hoffentlich etwas daraus zu lernen“, sagte der Schauspieler Richard Gere einmal. Das hört sich einfach an, die Praxis ist natürlich enorm schwierig. Zumindest taugt der Rat als guter „Arbeitsauftrag“ für Eheleute, die ihre Beziehung erhalten wollen.

Quelle: op-online.de

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