Piratenpartei

Kommentar: Weiter im Flautenloch

Hart am Wind sind die Piraten im vergangenen Jahr bis zur 13-Prozent-Umfragemarke gesegelt, derzeit dümpeln sie in einem selbst verschuldeten Flautenloch unter der Fünf-Prozent-Hürde. Von Wolfgang Blieffert 

Verletzender Umgang mit dem eigenen Personal und chaotisch verlaufende Parteitage haben den Charme der Neuen schnell verfliegen lassen. Vor allem weil sie zu oft die richtigen Fragen stellten, aber einräumen mussten, auch keine Antworten zu haben.

Beim Parteitag in Neumarkt haben die Piraten versucht, wieder Fahrt Richtung Bundestag aufzunehmen. Unbestritten ist, dass es Themen wie die Netzpolitik gibt, die ein Alleinstellungsmerkmal der Partei im Vergleich zu den Etablierten sind. In vielen anderen Bereichen muss aber bezweifelt werden, ob die Partei bereits genügend Kompetenz und Personal zu bieten hat, um im Bundestag bestehen zu können. Möglicherweise kommt die Wahl am 22. September für die Piratenpartei einfach zu früh. Immerhin schafften die Grünen, deren Entstehungsgeschichte Ähnlichkeiten mit den Piraten aufweist, 1983 auch erst im zweiten Einlauf den Einzug in den Bundestag.

Quelle: op-online.de

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