Rechtsspruch auf U3-Betreuung

Kommentar: Warten auf Richter

Wie lange wird ein Kind betreut mit Rechtsanspruch auf einen Platz? Was passiert, wenn die Kommune partout keinen mehr findet? Müssen Eltern einen Platz am anderen Ende der Stadt akzeptieren? Was ist, wenn Eltern die Kita wählen und die Tagesmutter bekommen? Von Petra-Wettlaufer-Pohl

Fragen über Fragen, deren Antworten sich nach Meinung von Experten erst aus der künftigen Rechtsprechung ergeben werden. Denn natürlich kann ein Gesetz nicht auf jede örtliche Situation eingehen. Für Eltern, die hier und jetzt einen Betreuungsplatz brauchen, sind das - zumindest in größeren Kommunen - trotzdem wenig erquickliche Aussichten.

Allerdings muss man auch nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Zwei Einzelfälle in Köln bedeuten noch nicht, dass den Kommunen eine Klagewelle droht. Eltern wissen heute, dass sie sich sehr frühzeitig um Betreuung kümmern müssen. Bekommen sie tatsächlich keinen Platz, wird das für die Kommunen anders als bisher finanzielle Folgen haben.

Zu beneiden sind sie deshalb auch nicht, zumal die meisten seit Jahren versuchen, die Vorgaben von Bund und Ländern trotz knapper Kassen zu erfüllen. Ob die Betreuung dann immer auch so gut ist wie Eltern wünschen, ist eine ganz andere Frage. Auch Gerichte werden das kaum entscheiden können.

Quelle: op-online.de

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