Konsequenz bleibt aus

+
Detlef Drews

Die ersten Ergebnisse des Stresstests für Atommeiler bestätigen die Befürchtungen: Es gibt massive Defizite. Dabei darf dem Bürger völlig egal sein, ob es sich um ältere oder neuere Anlagen handelt. Von Detlef Drewes

Für ihn besteht genau jenes große Risiko, das man eigentlich als Lehre aus der Katastrophe in Fukushima verringern wollte. Doch die Bereitschaft der Regierungen, ihre Anlagen wirklich auf Herz und Nieren prüfen zu lassen, war nicht sehr groß. Einige Male wurden die Kontrolleure schlicht wieder weggeschickt.

 So bleibt die Frage, was solche Tests eigentlich bringen. Zumal man eigentlich kaum mehr hätte tun müssen, als sich die Unterlagen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA anzusehen. Dort liegen die Informationen aller Kraftwerke nämlich vor.

Das eigentliche Ärgernis wird aber der Umgang mit den Ergebnissen sein. Im Umfeld des nächsten EU-Gipfeltreffens dürfte Energiekommissar Günther Oettinger sein Fazit mit viel Aufsehen präsentieren. Das war’s. Denn Brüssel darf zwar Alarm schlagen, aber eben keine Konsequenzen einfordern. Wer glaubt, er könne auf diese Weise mehr Sicherheit schaffen, irrt sich gewaltig.

leserbriefe@op-online.de

Quelle: op-online.de

Kommentare