Das Glück mit Kindern

Kommentar zur Studie „Tag der Familie“

Eine Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zum 20. internationalen „Tag der Familie“ erinnert an eine Tatsache, die immer wieder gern verdrängt wird: Potenzielle Eltern sind nur begrenzt käuflich. Sie begrüßen zwar die familienpolitischen Leistungen des Staates. Von Peter Schulte-Holtey

Viele Frauen und Männer fragen sich aber zuerst: Ist mein Arbeitsplatz sicher? Sind wir beruflich flexibel genug, wenn wir eine Familie gründen? Und können wir uns überhaupt Kinder leisten? Mit anderen Worten: Die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit und die riesigen Herausforderungen im Job verunsichern im großen Stil.

Was aber vor allem auffällt und was zum verstärkten Nachdenken anregen sollte: Den Verzicht auf eine Familiengründung begründen viele mit der Furcht vor Zeitnot. Erneut wird damit deutlich, dass wir uns offenbar im Eiltempo zu einer Gesellschaft entwickeln, die quasi rund um die Uhr aktiv ist; eine Gesellschaft, die nicht mehr warten kann, die keine Pausen einlegt, die auch irgendwann keine Ruhe am Sonntag mehr kennt. Das führt zu erhöhtem Zeitdruck, natürlich wird auch der Stress größer.

Wir leisten uns also weniger Kinder, weil Kinder Zeit brauchen (Zeit, die nicht in Geld verrechenbar ist). Gott sei Dank lassen sich aber nach wie vor viele Paare nicht abschrecken. Zum Glück - dieses Wort muss genannt werden, wenn man über Kinder spricht - haben viele unserer jüngsten Mitbürger weiterhin die Chance, die entscheidenden ersten Jahre in der Geborgenheit der Familie erleben zu dürfen.

Quelle: op-online.de

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