Es geht um sehr viel

Kommentar zu Tarifkonflikten

Offenbach - Mehr als 5 000 angestellte Lehrer haben sich gestern an Warnstreiks im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes der Länder beteiligt. In fünf Bundesländern kam es dabei zu Arbeitsniederlegungen.

Die Muskelspiele in der Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst sind in Hessen bislang nur an wenigen Stellen spürbar. Das Land gehört ja seit dem Jahr 2004 nicht mehr der Tarifgemeinschaft der Länder an. Trotzdem wird es am Freitag spannend. Denn dann beginnt die eigene Tarifrunde in Hessen für angestellten Lehrer.

Dabei sollte auch das laufende Tarifgerangel für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst nicht vergessen werden. Satte zehn Prozent mehr Gehalt fordert die Gewerkschaft Verdi. Am 23. März wird weiter verhandelt. Es geht dabei um sehr viel, vielerorts können Stellen in Kitas nicht besetzt werden. Die Bezahlung sei unattraktiv, heißt es. In Hessen sind bereits einige Initiativen gestartet worden, um mehr junge Menschen für den Erzieherberuf zu interessieren. Offenbar ist aber vieles Gutgemeinte ins Leere gelaufen. Gerade mit dem Gedanken „Geld ist nicht alles“ wurde der Beruf des Erziehers in der Ausbildung und der Vergütung jahrelang kleingehalten, aber mit vielen neuen Forderungen in der Bildung und deren Umsetzung in der Betreuung konfrontiert.

Erzieher und Lehrer haben eine Schlüsselposition, Bildungsbedürfnisse der Kinder zu erforschen, Bildung zu fördern und zu vermitteln. Hoffentlich machen sich das auch die Verantwortlichen in der Politik in den anstehenden Tarifauseinandersetzungen klar.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare