Leider aktuell

Kommentar zum Thema „Gewalt gegen Frauen“

Welttag gegen Gewalt an Frauen: Viele, und nicht nur Männer, werden sich jetzt fragen, weshalb solch ein Tag in Zeiten der Emanzipation noch wichtig ist. Doch die Realität zeigt: Das Thema ist aktueller denn je - leider. Von Angelika Dürbaum

In den vergangenen Monaten machten weltweit etwa die Massenvergewaltigungen der IS oder die Entführungen und Zwangsverheiratungen von Hunderten von jungen Mädchen in Nigeria durch die religiösen Fanatiker von Boko Haram Schlagzeilen. Laut Aussage der Menschenrechtskommission des Europarates sterben täglich zwölf Frauen in Europa an den Folgen von häuslicher Gewalt. Hierzulande belegen Studien immer wieder, dass mindestens jede vierte Frau in Deutschland in ihrem Leben Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt wird - oft ausgeübt durch einen engen Vertrauten oder gar den Lebenspartner. Fast 1 100 geschundene oder missbrauchte Frauen haben sich im vergangenen Jahr an die Polizei in der Region gewandt. Wahrscheinlich liegt die Zahl aber noch viel höher, weil viele aus Scham sich nicht offenbaren.

Übrigens: In der 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündeten Erklärung der Menschenrechte ist die Gleichstellung der Geschlechter festgeschrieben. In Artikel 1 heißt es dort: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Daran sollte man sich nicht nur an speziellen Gedenktagen wie dem heutigen erinnern.

Quelle: op-online.de

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