EU will Kunststofftüten eindämmen

Kommentar: Kein Plastik, bitte!

Jute statt Plastik - das hatten wir doch schon einmal. Gebracht hat der fromme Wunsch der Umweltschützer wenig. Nun erreichte das Thema die EU, die erstmals mit ihrem Versprechen, die Hoheit der Mitgliedstaaten zu respektieren, Ernst macht. Von Detlef Drewes

Jedes Land kann selbst entscheiden, wie es den Verbrauch der bunten Einkaufstaschen drastisch senkt. Hauptsache, 2025 werden nicht mehr als 40 Tüten pro Person und Jahr benutzt. Das ist vernünftig, wenn auch noch die Begleitumstände stimmen würden. Denn die Verseuchung der Umwelt mit Kunststoffteilchen ist nicht nur ein Problem des leichtfertigen Griffes zu den Tüten, sondern auch des mangelnden Recyclings. Deutschland geht da mit einer hohen Quote voran, andere hinken deutlich hinterher. Erst wenn man die Bürger von ihren Tüten entwöhnt und die Wiederverwertung von Rohstoffen auf Trab bringt, wird daraus ein Komplettpaket. Und da bleibt noch einiges zu tun.

Längst haben Verbraucher und Einzelhandel gezeigt, dass man sehr gut auf ökologisch vertretbare Alternativen umstellen kann. Genau das würde man sich bei den übrigen Tragetaschen aus Plastik auch wünschen. Denn nicht nur Tragetaschen, die man jetzt aussortieren will, sind ökologisch gefährlich, andere Beutel stellen ebenfalls ein Risiko für Fauna und Flora da. Es soll niemand sagen, umweltschonende Alternativen mit gleichem hygienischen Standard wären nicht vorstellbar. Es gibt sie. Sogar aus Papier. Man muss sie nur konsequent wollen.

Quelle: op-online.de

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