Würdenträger schweigen

Kommentar: US-Reporter ermordet

In der grausigen Ermordung eines amerikanischen Reporters spiegelt sich die ganze verstörende Entmenschlichung fanatischer Islamisten im Kampf gegen alles, was ihren Vorstellungen einer irdischen Existenz widerspricht. Von Lorenz von Stackelberg

Die Killer machen keinen Unterschied zwischen Militärs und Zivilisten, schuldig und unschuldig; ihnen genügen wenige Merkmale – Amerikaner, „Ungläubiger“ –, um ein Leben auszulöschen. Im Namen eines Religionsverständnisses und einer Kultur, mit der es keine Schnittmenge gibt, keinen Dialog und keine Kompromisse. Der Westen tut gut daran, das als Kriegserklärung zu verstehen.

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Seine groteske Übersteigerung erhält das barbarische Geschehen dadurch, dass die Fanatiker für ihren wahnhaften Feldzug gegen die westliche Moderne raffinierte Kommunikationstechnik nutzen. Ihre Steinzeit-Botschaften von Rache, Hass und Mitleidslosigkeit transportieren sie per Video in Millionen Wohnungen weltweit, gewissermaßen, um sich in den Qualen der Betrachter zu baden.

Was, fragt man sich entsetzt, mag die zahlreichen jungen Menschen in Europa, die sich für die Kriege in Syrien und dem Irak instrumentalisieren lassen, an dieser Vorhölle auf Erden faszinieren? Und warum schweigen jene islamischen Würdenträger, die sonst ihre Stimme stets lautstark erheben, wenn es gegen die USA geht, so beharrlich angesichts der Gräueltaten einer blutrünstigen Minderheit, die ihre Religion beschmutzt?

Quelle: op-online.de

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