Wo ist das Problem?

Kommentar zu Verteidigungsministerin von der Leyen

Es war die Überraschung schlechthin: Ursula von der Leyen wird Verteidigungsministerin. Aber wo ist das Problem? Von Petra Wettlaufer-Pohl

Dass sie nicht „gedient“ hat, hat sie mit mehreren Vorgängern gemeinsam, spricht also nicht gegen sie. Vielleicht ist es für die von Männern und von Befehl und Gehorsam dominierte Truppe gar nicht schlecht, wenn eine Frau Ministerin ist, die möglicherweise einen anderen Blick hat auf die Anliegen vieler Soldatinnen und Soldaten.

Die bereits gestarteten Reformen und milliardenschweren Rüstungsprojekte sind sicher eine Herausforderung, aber das würde auch für jeden anderen neuen Minister gelten. Verteidigungsminister hat keiner gelernt, und von der Leyen ist nicht nur schlau, sondern auch ehrgeizig. Mag sein, dass Merkel die Rivalin tatsächlich auf einen Schleudersitz befördern wollte. Aber nicht jeden muss es erwischen, auch das zeigt die Vergangenheit. Wenn von der Leyen es schafft, das Haus auch ohne Hochglanz-Inszenierung à la zu Guttenberg erfolgreich zu führen, wird sie sich endgültig für Höheres empfehlen.

Quelle: op-online.de

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