Kommentar: Vorschlag für die Mülltonne

Für eines hat der Vorstoß junger Unionsabgeordneter mit ihrem Sprecher Wanderwitz an der Spitze gesorgt: Endlich ist man mal wieder in den Schlagzeilen. Ansonsten gehört der Plan, eine finanzielle Abgabe für Kinderlose einzuführen, in die Mülltonne. Von Siegfried J. Michel

Das zeigt auch die Reaktion von Kanzlerin Merkel. Denn er ist unausgegoren und ungerecht. Bestraft würden mit dieser „Sonderabgabe“ Paare, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünschen, denen dies aber aus medizinischen Gründen versagt bleibt. Bestraft würden Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten müssen und aufgrund ihrer finanziellen Lage keinen Nachwuchs in die Welt setzen wollen. Bestraft würden auch die, die trotz mehrfacher Anläufe in ihrem Leben halt einfach nicht den richtigen Partner gefunden haben, um mit ihr oder ihm eine Familie zu gründen.

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Zudem zahlen Kinderlose in unserem Staat schon kräftig für die Förderung von Familien mit. Beispiele: So sind Ehepartner und Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos mitversichert. In der Pflegeversicherung zahlen Kinderlose bereits einen Zuschlag von 0,25 Prozentpunkten. Und auch im Steuerrecht sowie bei der Rente wird der Faktor Kind bereits berücksichtigt.

Quelle: op-online.de

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