Kommunalwahl in Düsseldorf: Ärger um „Ballermann“-Wahlplakat der FDP

Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP spricht auf einer Veranstaltung
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Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) ist eine der OB-Kandidatinnen bei der Kommunalwahl 2020 in Düsseldorf.

Vor der Kommunalwahl in Düsseldorf 2020 gibt es Ärger für die örtliche FDP. Eines ihrer Wahlplakate darf nicht zum Einsatz kommen.

  • Vor der Kommunalwahl 2020 in NRW* sorgt das Wort „Ballermann" für rechtlichen Ärger.
  • Die FDP darf den Begriff nicht auf einem Wahlplakat verwenden.
  • Die Partei will statt dem „B-Wort" nun über anderes reden.

Düsseldorf - Sechs Wochen vor der Kommunalwahl* in NRW hat die FDP in Düsseldorf Ärger wegen eines gerade erst vorgestellten „Ballermann“-Slogans - denn der Begriff ist rechtlich geschützt. Auf einem Wahlplakat mit dem Bild der Oberbürgermeister-Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sind die Worte „Szene: Ja, Ballermann: Nein“ zu lesen. Auf die Nutzung des geschützten Namens wollen die Liberalen nun verzichten, sagte ein FDP-Sprecher am Samstag. Dazu waren sie unter Androhung rechtlicher Schritte aufgefordert worden, wie zuerst die Westdeutsche Zeitung (WZ) berichtet hatte.

Kommunalwahl in NRW: Düsseldorfer Wahlkampf jetzt ohne „Ballermann“

Laut WZ hatte sich der Geschäftsmann André Engelhardt den Namen „Ballermann“ schon vor einigen Jahren schützen lassen. Er gehe gegen jeden vor, der ihn ohne seine Erlaubnis nutze. Auch die FDP habe er zur Unterlassung aufgefordert und schriftlich mitgeteilt, dass er rechtliche Schritte prüfen lasse. Laut Medienberichten verdient Engelhardt Millionen mit der Marke „Ballermann“. Nach Angaben der FDP waren Plakate mit dem gerügten Schriftzug noch nicht aufgehängt.

„B-Wort“ bleibt vor der Kommunalwahl in Düsseldorf tabu

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Strack-Zimmermann sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, dass viele Düsseldorfer besorgt seien wegen der Zustände in der Altstadt in den Wochenendnächten. Sie sprach von „großen Menschenmassen auf engem Raum, zu viel Alkohol und einer wachsenden Bereitschaft zur Gewalt.“ Damit wolle sie sich nicht abfinden, betonte die Oberbürgermeister-Kandidatin im Vorfeld der Kommunalwahl in Düsseldorf*. Wenn die FDP in der Diskussion über das Thema das „B-Wort“ nicht verwenden dürfe, „dann sprechen wir eben noch mehr über unsere Lösungen“. Dazu gehörten eine bessere Vernetzung mit der Landespolizei und „ein konsequentes Durchgreifen.“

Noch im August werden alle Wahlberechtigten* in Nordrhein-Westfalen ihre Wahlbenachrichtigungen erhalten. Darin finden sich alle notwendigen Informationen zur Briefwahl*. Auf merkur.de* finden Sie außerdem die Erklärung dazu, wie man die Stimmzettel* bei der Kommunalwahl in NRW richtig ausfüllt. (dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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