Die EU und das Energiesparen

Kommentar: Konkrete Politik

Glühbirnen raus, neue Duschköpfe rein - die EU-Kommission macht vor nichts mehr Halt. Doch die Kritik an dieser Gesetzgebung, der man zweifellos Züge von Öko-Diktatur unterstellen kann, geht daneben.  Von Detlef Drewes

Es ist nämlich richtig, Politik konkret zu machen, anstatt bei unverbindlichen Leitsätzen stehen zu bleiben.

Brüssel zwingt die Hersteller zu ressourcenschonenden Produkten - wer sonst sollte das tun? Die Mitgliedstaaten alleine haben eine solche Umwälzung jedenfalls nicht zustande gebracht. Vor allem nicht für einen gemeinsamen Markt mit 500 Millionen Verbrauchern in 27 Staaten und einem wachsenden Angebot an einschlägigen Waren, die im einen Land produziert, aber im anderen verkauft werden. Da ist eine Harmonisierung der Anforderungen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.

Dennoch sollte man in Brüssel und den Regierungshauptstädten aus dem Streit um den Glühkolben gelernt haben. Verkaufsverbote und der erzwungene Umstieg auf ungeeignete, weil giftige Ersatzprodukte, die dann auch noch deutlich teurer angeboten werden, sind kein Weg. Denn da rebelliert der Verbraucher durchaus zu Recht.

Quelle: op-online.de

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