Linke will Neuauflage von Rot-Rot

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Die Bundesvorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch.

Schwerin - Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern ist bei der Landtagswahl am Sonntag nach eigener Einschätzung hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben, erhebt aber den Anspruch, mitzuregieren.

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Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die Bundesvorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch, den Anspruch ihrer Partei erhoben, mitzuregieren. Die Linke sei bereit, “wieder mit der SPD in eine Regierung zu gehen“, sagte Lötzsch am Sonntagabend im ZDF. Zwischen der SPD und der Linken gebe es viele Schnittmengen, wie etwa den Mindestlohn und längeres gemeinsames Lernen.

Mit Blick auf die Querelen innerhalb der Linkspartei in den vergangenen Wochen sagte Lötzsch, das Ergebnis der Landtagswahl habe gezeigt, dass man erfolgreich sein könne, wenn man gemeinsam für eine Sache einstehe.

Linksfraktionsvize Dietmar Bartsch sagte am Sonntagabend, seine Partei stehe für eine Regierungsverantwortung bereit. Die Landtagswahl im Nordosten habe zudem “Rückenwind für Berlin“ gegeben. In Berlin wird am 18. September ein neues Parlament gewählt.

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“Wir haben mehr erwartet. Wir wollten richtig zulegen, das hat nicht funktioniert. Der Bundestrend war nicht auf unserer Seite“, sagte Linken-Spitzenkandidat Spitzenkandidat Helmut Holter, der auf der Wahlparty dennoch mit Jubel empfangen wurde.

Der Linke-Fraktionschef im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, sieht im Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein respektables Ergebnis. “Das zeigt, je lauter unser Totenglöckchen geläutet wird, umso mehr stabilisieren wir uns“, sagte Ramelow in Erfurt angesichts der Krisen und Kontroversen in der Partei. Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern täte gut daran, eine neue rot-rote Koalition aufzulegen. Ein solches Bündnis habe in Schwerin schon einmal eine gute Politik entwickelt. Ramelow sieht in dem Wahlergebnis zugleich Rückenwind für Berlin. Zu den Wahlverlierern CDU und FDP sagte Ramelow: “Das ist eine große Klatsche für die schwarz-gelbe Bundesregierung.“

dapd/ dpa

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