AfD-Kundgebung

Protest gegen AfD in Offenbach: Björn Höcke poltert gegen „Corona-Regime“

Protest gegen AfD-Politiker Björn Höcke in Offenbach
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Protest gegen den Auftritt des rechtsextremen Afd-Politikers Björn Höcke in Offenbach.

Der rechtsextreme Politiker Björn Höcke hält in Offenbach eine Kundgebung ab. Etwa Tausend Menschen demonstrieren dagegen. Alle News im Live-Ticker. 

+++ 17.54 Uhr: Laut Polizei gab es insgesamt sieben Festnahmen. Vier Menschen wurden verhaftet, weil sie auf ein Gerüst geklettert sind, zwei weitere, weil sie versuchten über dir Absperrung zu klettern. Die siebte Person wurde festgenommen, weil sie den Hitlergruß zeigte. Die Polizei spricht von mehreren hundert Teilnehmer:innen.

+++ 17.20 Uhr: Eine Frau hat die Gegendemonstrierenden von einem Fenster ihrer Wohnung aus mit Eiern beworfen. Nach tumultartigen Szenen zwischen den Demonstrierenden und der Polizei nehmen die Beamten nun die Personalien der Frau auf, die Eier geworfen hat.

+++ 16.09 Uhr: Die Polizei hat auf der AfD-Veranstaltung nach dem Hinweis eines Fotografen einen Mann abgeführt, der den Hitlergruß gezeigt hat. Die Gegendemonstration zieht nun in Richtung Main. „Widerstand überall. Hanau war kein Einzelfall“ wird gerufen. Insgesamt wurden vier Demonstranten auf dem Dach des Rathauses festgesetzt.

Offenbach: „36 verschiedene Organisationen stellen sich gegen rechts“

+++ 15.58 Uhr: Die Veranstalter:innen der Gegendemonstrationen ziehen eine positive Bilanz und sprechen von fast 1000 Teilnehmer:innen. Sybille Schäfer vom Bündnis „Bunt statt Braun“ sagt: „Wir haben es geschafft, dass 36 verschiedene Organisationen sich gegen rechts stellen.“ Die Aktivist:innen formieren sich jetzt an der Kaiserstraße noch zu einer Gegendemonstration, die durch das Nordend führen soll.

+++ 15.47 Uhr: Björn Höcke geht unter Begleitschutz zu seinem schwarzen Van und fährt durch die Offenbacher Innenstadt über die Frankfurter Straße weg. Ein Antifa-Aktivist ist auf das Gerüst neben dem Rathaus geklettert und schwenkt eine Fahne. Die Gegendemonstrant:innen beklatschen den Höcke-Abgang.

+++ 15.35 Uhr: Björn Höcke hat seine Rede beendet. Zum Abschluss singen die AfD-Anhänger zusammen mit dem Politiker die Nationalhymne.

Protest gegen AfD in Offenbach: Björn Höcke solidarisiert sich mit „Querdenken“

+++ 15.34 Uhr: Höcke proklamiert: „Das Land liegt in Trümmern“ und bezeichnet die AfD als Partei der Freiheit. „Als Partei der Freiheit solidarisieren wir uns mit Bewegungen wie der von ‚Querdenken‘“.  Auf der Gegenkundgebung erklingt: „Wir sind mehr. Hanau, das war Mord! Widerstand an jedem Ort!“ Die Polizei spricht von 500 Demonstrant:innen auf der Seite der Berliner Straße. Hinter den zwei anderen Absperrungen dürften noch einmal 150 Menschen stehen. Von den Veranstaltern gibt es noch keine Zahlen. Ein AfD-Sympathisant läuft mit einem Schild in Richtung der Demonstranten, um zu provozieren. Er wird schnell von der Polizei wieder zur Kundgebung komplementiert.

+++ 15.19 Uhr: Die Gegendemonstrant:innen in der Berliner Straße in Offenbach haben die Musiklautstärke aufgedreht, aber den kleinen Kegel der Zuhörer:innen von Björn Höcke übertönt sie nicht.

Offenbach: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“

+++ 15.07 Uhr: Ein Demonstrant hält ein Megafon hoch, über das in Dauerschleife läuft: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“ Unter den AfD-Anhängern haben zwei eine Israel-Flagge mitgebracht. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde Frankfurt teilte heute mit: „Die AfD ist nunmehr bekannt für seine Mitglieder, die sich verfassungsfeindlich und antisemitisch äußern und dabei rassistischen Diffamierungen und einer Relativierung des Holocaust eine Bühne geben. Dass dies nun in Offenbach am Holocaust-Mahnmal und vor dem demokratischen Herzen der Stadt, dem Offenbacher Rathaus zu erwarten ist, ist unerträglich.“

„Bernd Höcke, das laufende Denkmal der Schande“ oder „Faschos sind Täter“ oder schlicht „Arschloch“ steht auf Schildern der Demonstrierenden in der Herrnstraße. Derweil sagt Höcke: „Ihr braucht keine Angst vor dem Coronavirus haben.“

Björn Höcke: „Ihr braucht keine Angst vor dem Coronavirus haben“

+++ 14.56 Uhr: Björn Höcke begrüßt die Gegendemonstranten mit den Worten: „Liebe Opfer der Bildungskatastrophe.“ Ringsherum sind jetzt rund 1000 Menschen. Höcke poltert gegen das „Corona-Regime“ und die „Regierungsmedien“. Demonstranten pfeifen und skandieren „Nazis raus!“ ununterbrochen.

Zwei Kinder halten ein Schild mit dem Aufkleber „FCK AFD“ und dem Schriftzug „Pfui Teufel“ vor dem Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke hoch.

+++ 14.53 Uhr: Die Polizei führt einen Demonstranten ab und durchsucht ihn. Darüber hinaus beginnt die Polizei damit, die Demonstranten zu umstellen. In diesem Moment betritt Björn Höcke die Bühne.

+++ 14.41 Uhr: Die Gegendemonstrant:innen werden lauter und skandieren: „Nazis raus.“ Sie sind allerdings zu weit weg, um die Kundgebung von Heiko Scholz zu übertönen.

Björn Höcke in Offenbach: Über 800 Gegendemonstrant:innen vor Ort

+++ 14.33 Uhr: Im Moment spricht Heiko Scholz, ebenfalls Landtagsabgeordneter der AfD. Die Gegendemonstrant:innen machen weiter Lärm hinter der Absperrung.

+++ 14.26 Uhr: Noch immer spricht Björn Höcke nicht. Die Zahl der AfD-Sympathisanten vor dem Informationsstand wirkt verschwindend gering im Vergleich zu den über 800 Gegendemonstranten.

Vor der Kundgebung des AfD-Politikers Björn Höcke wird eine Rauchbombe gezündet.

+++ 14.17 Uhr: Eine Rauchbombe wird von den Gegendemonstrant:innen gezündet. Die Polizei gibt die Durchsage: „Gehen Sie von der Absperrung zurück!“ Einige Kräfte sind nun hinter die Absperrung gegangen. Nun stößt auch der „Schwarze Block“ dazu. Es werden Gegenstände auf Polizisten geworfen. Durchsage: „Wenn weiter Gegenstände geworfen werden, werden wir uns wehren!“

Kundgebung von Björn Höcke: Gegendemonstrant:innen zünden Rauchbombe

+++ 14.13 Uhr: Dimitri Schulz, Mitglied im hessischen Landtag für die AfD, spricht nun. Maximal 40 Sympathisanten sind gekommen. Die Gegendemonstrant:innen machen hinter der Polizeiabsperrung Lärm und rütteln daran.

+++ 14.10 Uhr: Vor dem Stand der AfD stehen etliche Kameraleute und Fotografen. Björn Höcke ist noch nicht zu sehen. Dafür eröffnet die AfD-Spitzenkandidatin für die Stadtverordnetenversammlung, Christin Thüne, die Kundgebung und wird sofort niedergebuht mit Rasseln und Trillerpfeifen. „Ich finde es sehr schön, dass Sie gekommen sind trotz der Gegendemonstranten. Bleiben Sie patriotisch. Gerade in Offenbach ist es wichtig gegen die linke Gesinnung.“

Letzte Vorbereitungen vor dem AfD-Stand in Offenbach.

Offenbachs Oberbürgermeister: „Höckes Worte sind die Worte eines Faschisten“

+++ 13.48 Uhr: Als Erstes spricht Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke, der für den gesamten Offenbacher Magistrat spricht, der komplett vertreten ist: „Höckes Worte sind die Worte eines Faschisten, die das friedliche Leben miteinander gefährden.“

Auch die Initiative „19. Februar“ ist da und hält Schilder mit den Bildern der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau vor einem Jahr hoch. Vor dem Stand der AfD sind derweil nur rund 50 Menschen, überwiegend Journalisten und Ordner. Selbst vor den Absperrungen in der Herrnstraße sind es mehr Menschen.

Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke spricht vor den Gegendemonstrant:innen.

„Seid laut. Zeigt, dass für Björn Höcke und die AfD kein Platz ist!“

+++ 13.40 Uhr: Nun hat die Kundgebung der Gegendemonstrant:innen begonnen. Circa 800 Menschen sind vor Ort. Einige rufen der AfD zu: „Es gibt kein Recht für Nazipropaganda“. Der Sprecher fordert die Demonstranten auf: „Seid laut. Zeigt, dass für Björn Höcke und die AfD kein Platz ist!“

+++ 13.13 Uhr: Die AfD hat im Vorfeld der Veranstaltung eine Firma aus dem Sicherheitsbereich beauftragt, Ordner für die Rede des AfD-Politikers Björn Höcke zur Verfügung zu stellen. Ironischerweise handelt es sich bei vielen der Ordner um Geflüchtete. „Ohne uns würde die AfD vermutlich Ihre Veranstaltung hier gar nicht machen können“, sagte einer der Ordner gegenüber dem FR-Redakteur Timur Tinç.

Gegendemonstrant:innen formieren sich vor Rede von Björn Höcke

+++ 12.55 Uhr: Die Gegendemonstrant:innen haben ihre Bühne und ihren Stand aufgebaut. Das Bündnis „Bunt statt Braun“ erwartet 600 Teilnehmer:innen und hat sich links vom Rathaus positioniert. Unter anderem soll der Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke sprechen. Die Zahl der Gegendemonstrant:innen nimmt indes weiter zu.

+++ 12.41 Uhr: Auf dem Marktplatz in Offenbach, wo ebenfalls eine Gegendemo für Björn Höckes Rede für 13 Uhr angekündigt ist, ist noch nichts los. Um 15 Uhr plant die Antifa eine Demo durch die Offenbacher Innenstadt. Noch spazieren einige Menschen durch die Polizeigitter hindurch. Eine Gruppe Eritreer und Äthiopier hat Ordner-Armbänder an und bewacht die Absperrgitter. Einer der Männer erklärt, dass sie dafür Geld von der AfD bekommen. Offenbar sind auch Geflüchtete aus anderen Ländern unter den Ordnern. Laut eigenen Angaben wissen die Männer nicht, was die AfD ist.

AfD in Offenbach: Erster Tontest mit deutscher Nationalhymne

+++ 12.31 Uhr: Die AfD hat vor der Rede von Björn Höcke einen ersten Tontest gemacht. Die deutsche Nationalhymne erklingt aus den Lautsprechern. Offenbar funktioniert der Ton einwandfrei – der Test wird schnell wieder abgebrochen.

Ein erstes Plakat der Demonstranten gegen den Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke.

+++ 12.20 Uhr: Inzwischen ist die Berliner Straße in Offenbach vor der Rede des AfD-Politikers Björn Höcke abgesperrt worden. Die Polizei ist mit zahlreichen Mannschaftswagen vor Ort. Mehrere Ordner der AfD markieren mit Farbspray Punkte auf der Berliner Straße vor dem Rathaus, wo deren Anhänger:innen stehen dürfen. Dieses Vorgehen ist Teil der Hygieneauflagen der Stadt Offenbach. Vor dem Rathaus steht ein Van der AfD samt Anhänger, dazu ein kleines Infozelt. „Lockdown sofort“ steht auf den Wahlplakaten.

+++ 11.55 Uhr: In knapp einer Stunde wird der rechtsextreme Politiker Björn Höcke in Offenbach sprechen. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass rechtsextreme Politiker Offenbach als Verbreitungsort für ihre Propaganda nutzen wollen. Im Jahr 1932 sollten Anhänger der Nationalsozialisten eine Rede ihres Führers Adolf Hitler drei Tage vor einer damaligen Landtagswahl hören, wie die Website „Offenbach.de“ über die Stadtgeschichte berichtet.

Zahlreiche Mannschaftswagen der Polizei in Offenbach.

Damals wurde das Offenbacher Stadion am Bieberer Berg für eine Nazi-Kundgebung vermietet. Der jüdische Anwalt Dr. Manfred Weinberg begehrte gegen das Vorgehen auf – und erreichte, dass der Mietvertrag mit den Nationalsozialisten kurz vor der Rede gekündigt wurde. Adolf Hitler und seine Anhänger mussten im Anschluss auf den benachbarten Platz des SV Offenbach 03 weichen.

Live-Ticker: AfD-Politiker Björn Höcke spricht in Offenbach – Gegenprotest formiert sich in der Stadt

Erstmeldung vom Donnerstag, 04.03.2021, 10.50 Uhr: Offenbach – Nachdem sein Auftritt bereits in die Binsen gegangen war, ist es heute so weit: Der rechtsextreme AfD-Politiker Björn Höcke darf in Offenbach reden. Ab 14.00 Uhr wird der Politiker aus Thüringen vor dem Rathaus in Offenbach sprechen. Ursprünglich war der Auftritt für den 12. Februar 2021 angekündigt. Doch einen Tag später wurde das Ganze von der eigenen Partei wieder abgemeldet. 

Der AfD-Politiker Björn Höcke wird in Offenbach eine Kundgebung halten.

Live-Ticker: AfD-Politiker Björn Höcke spricht in Offenbach

In direkter Nähe zum Ort der Rede von Björn Höcke liegt das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Offenbach, was bereits vor zwei Wochen für allgemeine Empörung sorgte. Die AfD erwartet rund 150 Teilnehmer:innen, wie fr.de* berichtet. In weitaus größerem Umfang wird das Bündnis „Bunt statt braun“ eine Gegendemonstration mit rund 600 Teilnehmer:innen im Büsingpark und der Berliner Straße in Offenbach starten. 

Redner in Offenbach
Björn HöckeFraktionsvorsitzender AfD im Thüringer Landtag
Heiko ScholzVorstandsmitglied des hessischen Landesverbandes der AfD
Dimitri SchulzAfD-Abgeordneter im hessischen Landtag

Außerdem soll für die Rede von Beine weitere Gegendemonstration mit 200 Teilnehmer:innen angemeldet worden sein, so fr.de*. Die Polizei wird die Rede Höckes sowie die Gegendemonstrationen mit einem Großaufgebot begleiten.  Zu den Rednern der Demonstration gegen Hass und Hetze wird auch Oberbürgermeister Felix Schwenke gehören, wie op-online.de* berichtet

Der Auftritt von Björn Höcke kommt zu einer Zeit, in der die AfD ohnehin bundesweit für Schlagzeilen sorgt. Unlängst hatte der Verfassungsschutz die Rechtspopulisten bundesweit zum „Verdachtsfall“ erklärt. AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel hatte angekündigt, dagegen vorgehen zu wollen. (Marvin Ziegele) *fr.de und op-online.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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