Merkel lässt Wulff-Kritik offenbar unerwidert

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Angela Merkel hat sich noch nicht zur Wulff-Kritik geäußert

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich anscheinend nicht zur Kritik am Politikstil von Bundespräsident Christian Wulff äußern. Innerhalb der Union stößt die Kritik auf Empörung.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will auf die Kritik von Bundespräsident Christian Wulff am Politikstil der schwarz-gelben Regierung offenbar nicht öffentlich reagieren. Ihm sei keine Reaktion Merkels bekannt, sagte Vizeregierungssprecher Christoph Steegmans am Freitag in Berlin. Merkel und Wulff stünden in regelmäßigem Kontakt. Wenn ein Austausch notwendig sei, könne er jederzeit stattfinden, sagte Steegmans. Nachdem die FDP die Kritik bereits zurückgewiesen und erklärt hatte, sie könne nicht gemeint sein, ist die Empörung in der Union angeblich groß. “Das ist ein billiger Anbiederungsversuch an die SPD und die Grünen“, zitierte die “Berliner Zeitung“ ein namentlich nicht genanntes Präsidiumsmitglied. Wulff nutze schamlos den Umstand, dass Kritik an Merkel derzeit populär sei.

Wulff hatte in einem Interview unter anderem beklagt, es werde “heute zu viel in kleinen 'Entscheider'-Runden“ vorgegeben, “was dann von den Parlamenten abgesegnet werden soll“. Dies sei “eine Aushöhlung des Parlamentarismus“. Zudem hatte der Bundespräsident bemängelt, dass der Ausstieg aus der Atomenergie von den Regierungsparteien auf Parteitagen hätte beschlossen werden sollen.

dapd

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