Nach Putin-Eklat: Quadriga-Preis wird nicht vergeben

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Der Plan, unter anderem den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin auszuzeichnen, hatte für Protest gesorgt.

Berlin - Nach den Querelen um Wladimir Putin als Preisträger wird der Quadriga-Preis dieses Jahr nicht vergeben. Das teilte der Verein Werkstatt Deutschland am Samstag in Berlin mit.

Der russische Ministerpräsident sollte am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, “für seine Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen“ ausgezeichnet werden. Mehrere frühere Preisträger kritisierten die Entscheidung, einige Mitglieder des Kuratoriums traten aus Protest zurück. In seiner Erklärung schreibt das Kuratorium, es sei “betroffen von der massiven Kritik in den Medien und Teilen der Politik“.

Die “Quadriga“ habe sich bei den Betroffenen entschuldigt und diese angesichts des zunehmend unerträglichen Drucks und der Gefahr weiterer Eskalierung um Verständnis dafür gebeten, dass sie sich gezwungen sieht, von einer Preisverleihung abzusehen. Über die Zukunft des Preises wird nach Angaben des Pressesprechers in den kommenden Wochen beraten.

dpa

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