Naturschützer: Schwarz-Gelb hat schlechte Öko-Bilanz

Berlin - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat der Bundesregierung “eine schwache Öko-Bilanz“ bescheinigt. Nach wie vor würden unsinnige Straßen geplant und die Schiene benachteiligt.

Das sagte Präsident Olaf Tschimpke am Dienstag in Berlin. Die “Nagelprobe“ der schwarz-gelben Koalition stehe mit dem Energiekonzept im Herbst an. “Das Ziel muss sein: Weg von Atom und Kohle hin zu erneuerbaren Energien“, sagte Tschimpke. Sollte das Konzept nur dazu dienen, eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke zu rechtfertigen, werde die Regierung an ihren eigenen, im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ansprüchen scheitern, sagte Tschimpke.

Das Konzept müsse ermitteln, bis wann und unter welchen Voraussetzungen erneuerbare Energien bei Strom, Wärme und Verkehr Öl, Kohle, Gas und Uran ersetzen könnten. Das müsse verbunden werden mit Vorgaben zur Einsparung von Energie, um Ressourcen und Ökosysteme zu schonen. Tschimpke zufolge werden 40 Prozent des Kohlendioxyds in Deutschland bei der Heizung von Gebäuden erzeugt. Hier sollte die Regierung viel stärker ansetzen. Statt dessen kürze sie die Mittel für die energetische Gebäudesanierung.

Energie-Effizienz müsse das Gebot der Stunde sein. Obendrein blockiere Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) in der EU den ökologischen Umbau der Agrarsubventionen. Der NABU konnte laut Tschimpke 2009 wachsen. Die Mitgliederzahl stieg von 419.000 auf 426.000 Hinzu kamen noch über 40.000 Förderer. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen stiegen von 13,3 auf 13,5 Millionen Euro.

dapd

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