Kommentar: Neue Konzepte

Mit 66 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss. Udo Jürgens besang in seinem populären Lied aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das fröhliche Rentnerleben. Vom Ruhestand mit 66 Jahren können viele inzwischen nur noch träumen. Von Angelika Dürbaum

Die junge Generation sowieso, aber auch die Babyboomer, die so langsam der Rente entgegensehen, werden sich wohl auf ein längeres Arbeitsleben einstellen müssen. Gerade erst ist wieder von der Rente mit 70 die Rede, wenn auch - noch - auf freiwilliger Basis.

Es reicht die nüchterne Betrachtung der allseits bekannten Zahlen und Fakten, um zu erkennen: Es muss sich etwas ändern in der Rentenpolitik. Nehmen wir nur den sogenannten Generationenvertrag. Der funktioniert nicht mehr, weil die Bundesbürger einerseits immer älter werden, andererseits aber der Beitrag zahlende Nachswuchs fehlt oder als Generation Praktikum verheizt wird. Nehmen wir die Rente mit 63. Weit mehr Arbeitnehmer als von der Bundesregierung erwartet nehmen sie in Anspruch. Das zieht nicht nur Milliarden aus der Rentenkasse, es sind in erster Linie auch gerade die erfahrenen Fachkräfte, die so dem Arbeitsmarkt frühzeitig verloren gehen.

Es müssen also neue, zukunftsweisende Konzepte her. Flexibilität statt starrer Regelungen ist eine Lösung. Wer kann und will soll ruhig länger arbeiten, wer früher gehen will oder muss, muss dies ohne schlechtes Gewissen oder Angst vor Altersarmut tun können. Das ist aber nicht nur eine Aufgabe für die Politik, da muss auch die Wirtschaft die entsprechenden Voraussetzungen schaffen.

Quelle: op-online.de

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