Firmen warnen vor Abkassieren auf Bundesstraßen

Vor neuem „Maut-Schock“ für Lkw in Rhein-Main

Offenbach (psh) ‐ Transportunternehmen, die in unserer Region unterwegs sind, müssen voraussichtlich bald tiefer in die Tasche greifen. Von den bundesweit 79 Bundesstraßen-Sektionen, für die ab 2011 eine Maut geplant ist, befinden sich nach Informationen unserer Zeitung 16 in Hessen.

Nach den Plänen des Bundesverkehrsministeriums wird für Lastwagen ab Sommer 2011 nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf zahlreichen vierspurigen Bundesstraßen Maut fällig. Technik- und Rechtsfragen müssen noch geklärt werden. Bei der Feinjustierung des Umfangs wurde festgelegt, keine vierspurigen Teilstrecken zu erfassen, die kürzer als fünf Kilometer sind.

Ein Referentenentwurf zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften ist diese Woche nach Angaben der Bundestagsabgeordneten Uta Zapf vorgelegt worden. Demnach ist auch für die Region um Offenbach und Neu-Isenburg vorgesehen, auf bestimmten Streckenabschnitten künftig eine Maut für Lkw zu erheben. Mautpflichtig sollen die B 8 im Abschnitt ab Offenbach-Rumpenheim, die B 46 zwischen Neu-Isenburg-Ost und Offenbach-Süd, die B45 von Obertshausen nach Offenbach (B 448) sowie die B 459 zwischen Neu-Isenburg-Ost (B 46) und Gravenbruch werden.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung steht den Plänen skeptisch gegenüber. „Nach dem Mautschock 2009, als die Lkw-Maut um 50 Prozent angehoben wurde, droht dem deutschen Transportlogistikgewerbe die nächste Belastungswelle - trotz Insolvenzrekorden und Liquiditätskrise in der schwer gebeutelten mittelständischen Branche“, heißt es in einer Mitteilung. Dagegen hob Zapf die mögliche Entlastungswirkung für die Anlieger auf besonders belasteten Bundesstraßen hervor; Auswirkungen auf den örtlichen Mittelstand müssten genau geprüft werden.

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Quelle: op-online.de

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