Nevada: Klarer Sieg für Romney

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Mitt Romney ist weiter auf Erfolgskurs.

Washington - Nach Florida hat Mitt Romney auch die Vorwahl in Nevada klar für sich entschieden. Dennoch ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur Expertenmeinungen zufolge noch längst nicht gelaufen.

Zweite US-Vorwahl innerhalb einer Woche - zweiter Sieg für Mitt Romney. Nach Florida hat der Ex-Gouverneur und Multimillionär nun auch die Republikaner-Vorwahl in Nevada klar für sich entscheiden können. Das berichteten mehrere TV-Sender kurz nach Schluss der Abstimmung am Samstagabend (Ortszeit). Ersten Auszählungen zufolge kam Romney auf rund 45 Prozent der Stimmen.

Unklar war allerdings zunächst, wer auf den zweiten Platz kommt. Hier lag Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich vor dem libertären Kongressabgeordneten Ron Paul, es zeichnete sich aber ein knappes Rennen ab.

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Romney präsentierte sich in einer Rede vor Anhängern bereits demonstrativ als Herausforderer von Präsident Barack Obama. Obama müsse sich für seine gebrochenen Versprechungen und seine verfehlte Politik bei den Amerikanern entschuldigen, sagte er in Las Vegas. “Wenn ich Präsident bin, kümmere ich mich um eure Jobs, nicht um meinen Job“, sagte Romney mit Blick auf die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA.

Romney warf Obama im Kern vor, er verrate die amerikanischen Werte. “In diesen Wahlen müssen wir für das Amerika kämpfen, das wir lieben.“

Gingrich, der als schärfster Rivale Romneys gilt, machte allerdings unmissverständlich klar, dass er nicht aufgeben werde. “Wir gehen bis Tampa“, sagte er mit Blick auf den Republikanerparteitag Ende August - dann wollen die Republikaner endgültig entscheiden, wer bei den Präsidentenwahlen im November gegen Obama antritt.

Gingrich betonte, er sei die konservative Alternative zu Romney, der im Kern ein moderater Politiker sei. Gingrich machte klar, dass er vor allem auf bevorstehende Vorwahlen in konservativen Bundesstaaten und im Süden der USA setzt.

Umfragen hatten einen klaren Sieg Romneys in Nevada prognostiziert. Teilweise hatten ihm Meinungsforscher sogar über 50 Prozent der Stimmen vorausgesagt. Der Mormone Romney konnte nicht zuletzt auf die starke Unterstützung von Menschen mormonischen Glaubens bauen. Diese machen etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Nevada aus und gelten als besonders eifrige Teilnehmer an Vorwahlen.

Nach rund 45 Prozent der ausgezählten Stimmen kommt Romney auf etwa 44 Prozent der Stimmen, wie der TV-Sender CNN berichtete. Auf Gingrich entfielen demnach etwa 25 Prozent, auf Paul etwa 18 Prozent, hieß es. Ex-Senator Rick Santorum landete demnach mit etwa zwölf Prozent auf dem letzten Platz. Nevada war die fünfte Vorwahl und die erste Abstimmung im Westen der USA.

Experten meinen allerdings, ungeachtet der Siegesserie Romneys sei das Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur noch längst nicht gelaufen. Bereits am Dienstag wird in Colorado, Minnesota und Missouri abgestimmt. Insgesamt stehen noch Vorwahlen in 45 weiteren Bundesstaaten an.

Eine erste echte Vorentscheidung dürfte erst beim “Supertuesday“ am 6. März fallen. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.

dpa

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