NSA-Affäre

Kommentar: Ein billiges Manöver

Mit den jüngsten Enthüllungen, dass die NSA auch gegen US-Unternehmen wie Google und Yahoo vorgeht, bedrohen die Geheimdienste die Geschäftsmodelle der Suchmaschinen. Denn die NSA hat nicht irgendwo herumgeschnüffelt, sondern direkt an der Quelle. Von Martina Wewetzer

Dabei werden die Agenten nicht nur gelesen haben, wer mit wem auf die nächste Party geht, sondern auch in der Post von Unternehmen herumgestöbert haben. Es grenzt an ein Wunder, dass bislang kein größerer Schaden bekannt geworden ist.

Umso lächerlicher klingt es, wenn die Vereinigten Staaten in diesen Tagen an der Wirtschaftspolitik Deutschlands herummäkeln. Die Kritik kommt nicht nur zur Unzeit - und wirkt schon deshalb wie ein Ablenkungsmanöver - sie ist auch recht einfältig.

Denn nach der Lehman-Pleite, die maßgeblich auf das Konto der USA zurückgeht, ist in Deutschland die Wirtschaft massiv eingebrochen. Von diesem Tiefpunkt 2008/2009 hat sie sich zurück nach oben gearbeitet. Selbst die Binnenkonjunktur läuft seit geraumer Zeit auf einem hohen Niveau, da es sich seit der Lehman-Pleite kaum noch lohnt, Geld zu sparen. Dies alles verschweigen die US-Experten gern einmal.

Quelle: op-online.de

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