Neue Enthüllungen

NSA soll Späh-Daten an Israel weiterleiten

Washington - Der US-Geheimdienst NSA übermittelt einem Medienbericht zufolge seine durch Ausspähung gewonnenen Daten unaufbereitet an Israel und gefährdet damit die Privatsphäre von US-Bürgern.

Die britische Zeitung "The Guardian" veröffentlichte am Mittwoch auf ihrer Internetseite eine Vereinbarung zwischen der NSA und dem israelischen Geheimdienst ISNU, die ihr vom US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden zugespielt wurde. Demnach leitet die NSA Millionen ausgespähter E-Mails, Telefonanrufe und Internetdaten ungefiltert an Israel weiter.

Die fünf Seiten umfassende Vereinbarung ist nicht datiert. Der Zeitung zufolge dürfte das Dokument vom März 2009 stammen. Ob das mit der Überwachung der NSA-Aktivitäten betraute geheime Gericht (FISC) seine Zustimmung für die Datenübermittlung erteilte, geht nicht daraus hervor.

Ein NSA-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht kommentieren. In einer E-Mail erklärte er lediglich, die Zusammenarbeit mit einem ausländischen Geheimdienst sei für beide Seiten von Nutzen. Die gesetzlichen Regelungen würden im Übrigen eingehalten.

AFP

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