Wulff: Jetzt auch noch Oktoberfest-Vorwürfe

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Bundespräsident Christian Wulff

Berlin - Immer neue Vorwürfe tauchen gegen Bundespräsident Christian Wulff auf. Zu einer Privatkredit-, Medien- und Flugmeilen-Affäre kommt jetzt offenbar auch noch eine Oktoberfest-Affäre hinzu.

Der Spiegel berichtet am Samstag auf seiner Webseite von neuen Vorwürfen gegen Christian Wulff. Der Vorfall datiert zurück ins Jahr 2008. Damals habe sich Wulff zu seiner Zeit als Ministerpräsident vom Berliner Filmunternehmer David Groenewold zum Oktoberfest in München einladen lassen.

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Groenewold hatte den Wulffs ein Upgrade ihrer Unterkunft bezahlt und somit einen Teil ihrer Hotelkosten Wulffs übernommen. Zudem habe er die Kosten für einen Babysitter für den damals vier Monate alten Sohn des Paares übernommen - diese wurden von Wulff dem Bericht zufolge aber später in bar zurückgezahlt.

Groenewold habe dem Bericht zufolge einen Teil der Christian Wulffs politisches Leben in Bildern

Christian Wulffs politisches Leben in Bildern

Zu den Vorwürfen zitiert der Spiegel Wulffs Anwalt. Demnach habe der heutige Bundespräsident eine eigene Hotelrechnung bekommen und diese beglichen. Anschließend habe er sie "gegenüber der Staatskanzlei und der niedersächsischen CDU abgerechnet". Grund seien weitere Termine in München gewesen.

In Folge der Privatkredit- und Medienaffäre war Wulff zuletzt auch noch wegen des Einsatzes von Bonusmeilen der Lufthansa auf einer privaten Reise in die Kritik geraten. Die “Bild“-Zeitung berichtete am Freitag über eine Urlaubsreise Wulffs in die USA im April 2007. Danach haben der damalige niedersächsische Ministerpräsident, seine heutige Ehefrau Bettina und deren Sohn während des Rückfluges von Miami nach Frankfurt/Main eine Höherstufung (Upgrade) von der Economy- in die Business-Class erhalten.

Nach Angaben von Wulffs Anwalt Gernot Lehr wurden für das Upgrade aber nur privat gesammelte Bonusmeilen eingesetzt. Das gehe aus Aufzeichnungen und Unterlagen der Staatskanzlei Hannover hervor, teilte Lehr am Freitag mit. Die Buchung des Upgrades sei sechs Wochen vor dem Lufthansa-Flug von Miami nach Frankfurt im Jahr 2007 erfolgt. Der Hinflug sei in der Economy-Class gebucht und geflogen worden.

al/dpa

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