Kommentar: Auf dem Pfad der Vernunft

Eltern können aufatmen: Alles nicht so schlimm wie gedacht. Die heutige Jugend ist keineswegs auf dem Weg zur haltlosen Sex-Besessenheit.  Von Monika Reuter

Weder freizügige Anzeigen noch Soft-Pornos im Fernsehen oder einfacher Zugang zu Sex-Themen im Internet haben die jungen Leute „verdorben“. Sie sind im Gegenteil, was ihr Liebesleben anbelangt, auf einem Pfad der Vernunft, den ihre Eltern möglicherweise so früher nicht beschritten haben.

Die Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung belegt, dass die Teenager beim „ersten Mal“ heute wieder älter sind. Das kann nicht schaden, denn etwas Reife macht Beziehungen tragfähiger. Noch wichtiger aber ist die Konsequenz, mit der die Jugendlichen verhüten. Besonders Eifrige nehmen sogar Pille und Kondom gleichzeitig. Teenager-Schwangerschaften werden folglich seltener.

Ein Gewinn ist außerdem, dass sich die meisten Jugendlichen ein emotionales Fundament für ihre ersten sexuellen Erfahrungen aufbauen. Denn das schafft erfreuliche Prägungen: Sex wird mit Vertrauen, Verbindlichkeit und Verantwortung verknüpft. Flotte Partnerwechsel, Gruppensex und One-Night-Stands sind weder Erfindungen noch Verhaltensmuster dieser Jugend von heute.

Quelle: op-online.de

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