Italien: Bersani soll Regierung bilden

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Pier Luigi Bersani ist mit der Bildung eines Mitte-Links-Bündnisses beauftragt worden

Rom - Das Taktieren um die Regierungsbildung nach der Wahl in Italien offenbar ein Ende gefunden. Pier Luigi Bersani ist mit der Bildung einer Regierung beauftragt.

Einen Monat nach dem Patt bei der Parlamentswahl in Italien hat der Sozialdemokrat Pier Luigi Bersani als erster den Auftrag bekommen, eine Regierung zu bilden. Präsident Giorgio Napolitano erteilte ihm am Freitag das Mandat. Bersani führt die linke Wahlallianz Italia Bene Comune an, die im Abgeordnetenhaus eine Mehrheit stellt, im Senat aber auf einen Partner angewiesen ist.

Die Parlamentswahlen hatten keine eindeutigen Mehrheitsverhältnisse ergeben. Bersani wies ein Angebot von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi zurück, eine Große Koalition zu bilden. Die dritte große Kraft ist die Fünf-Sterne-Bewegung des ehemaligen Komikers Beppe Grillo, der aber keine Koalition mit den beiden sogenannten „Altparteien“ bilden will.

Die Aussichten für die Bildung einer stabilen Regierung, wie sie für die Überwindung von Rezession und Schuldenkrise dringend nötig wäre, stehen damit auf Messers Schneide. Scheitern sie, wären Neuwahlen die Alternative.

Die Bemühungen dürften auch von den Finanzmärkten aufmerksam beobachtet werden. Die Zentralbank hatte jüngst mitgeteilt, dass die Staatsverschuldung im Januar mit zwei Billionen Euro einen neuen Rekord erreicht hat.

AP/dpa

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