Kein Scherz!

Piratenpartei will Zeitreisen erkunden

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Der nächste Parteitag der Piraten findet vielleicht auf der U.S.S. Enterprise aus der Science Fiction-Serie "Star Trek" statt

Bochum - Die Piratenpartei will ernstgenommen werden, aber Science-Fiction-Spinnereien ist vielen Mitgliedern offensichtlich wichtiger als harte Politik. Sie fordern die Erforschung von Zeitreisen.

Nach Wirtschaftspolitik, Rente und Europa hat sich die Piratenpartei am Sonntag auch mit der Möglichkeit oder Unmöglichkeit von Zeitreisen beschäftigt. Der Bundesparteitag in Bochum änderte unter dem Jubel der Teilnehmer kurzfristig seine Tagesordnung und zog den Antrag vor mit der Forderung: „Die Piratenpartei spricht sich für eine intensive Erforschung von Zeitreisen aus, mit dem Ziel, diese noch in diesem Jahrzehnt Realität werden zu lassen.“ Ein Pirat jubelte: „Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung, es ist so geil!“

In der Abstimmung verfehlte der Antrag für das Grundsatzprogramm der Piratenpartei die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

Lockerung des Jugendschutzes gefordert 

Eine weitere Forderung der Piraten war die Lockerung des gesetzlichen Jugendschutzes. Die Regelungen seien „zu streng, überbürokratisiert und nicht mehr zeitgemäß“, heißt es in dem am Sonntag angenommenen Antrag. Es dürfe keinen Missbrauch von Jugendschutzargumenten für Zensurzwecke geben.

Der Jugendschutz sei nur dann sinnvoll, wenn „eine nachgewiesene Gefährdung“ von Kindern und Jugendlichen abgewendet werden kann, heißt es weiter. Die bisherigen Regeln seien „so unpraktisch, dass sie sogar von verantwortungsbewussten Eltern regelmäßig ignoriert werden“. Stattdessen sollten die Eigenverantwortung und die Medienkompetenz von Jugendlichen und Eltern gestärkt werden.

dpa

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