Deutsche und Terrorgefahr

Kommentar: Professionell und gelassen

Fast eine Woche ist seit der dramatischen Warnung des Bundesinnenministers vor einem Terroranschlag in Deutschland vergangen. Der Sicherheitsapparat reagiert bislang mit professioneller Wachsamkeit, die Bevölkerung mit vorbildlicher Gelassenheit. Von Wolfgang Blieffert

Das darf bereits als kleiner Sieg über die Terroristen bezeichnet werden, deren erstes Ziel es ist, allumfassende Ängste zu verbreiten und dadurch Zweifel an unserem freiheitlichen System zu schüren.

Leider wissen die islamistischen Gewalttäter aber auch, dass ein demokratischer Staat nicht auf Dauer im Alarmzustand leben kann.

Irgendwann schleifen sich alle Vorsichtsmaßnahmen ab, und irgendwann lässt die allgemeine Wachsamkeit nach. Das ist der Moment der größten Gefahr für die innere Sicherheit.

Es bestehe Anlass zur Sorge vor einem Anschlag, hatte der Bundesinnenminister gesagt, aber kein Anlass zur Hysterie.

In Wahrheit besteht auch bei einem Attentat kein Anlass zu Hysterie. Denn schon die Herausforderungen des RAF-Terrors der 70er- und 80er-Jahre hat unser demokratisches Gemeinwesen nicht nur gemeistert. Es ist gestärkt daraus hervorgegangen.

Quelle: op-online.de

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