Rente mit 70: Von der Leyen sagt Nein

München - Arbeiten bis ins hohe Alter? Geht es nach Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, bleibt die Rente mit 70 nicht mehr als ein Schreckgespenst.

In der vergangenen Legislaturperiode sei ein Fahrplan für die Rente mit 67 entwickelt worden, sagte die CDU-Politikerin am Freitag im Bayerischen Rundfunk. Daran sollte man nicht rütteln. “Ich finde es auch sehr wichtig, dass man verlässlich ist“, sagte sie.

Es sollte nun überlegt werden, wie man den Plan mit Leben erfüllen könne, “also wie kann man die Frage beantworten kann: Arbeiten bis 67“. Trotz aller Diskussionen werde es bei der Rente mit 67 bleiben, betonte sie. “Die Entscheidung ist in der letzten Legislatur gefallen.“

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In den nächsten 19 Jahren würden in regelmäßigen Abständen Berichte vorgelegt, “die zeigen, wie sieht es aus am Arbeitsmarkt für Ältere, wo muss verbessert werden, wo läuft es gut“. Die Ministerin fügte hinzu, dass der Zeitplan zur Einführung nicht - wie von der SPD gefordert - verschoben werden müsse. Die Statistiken der vergangenen Jahre zeigten deutlich, dass “außergewöhnlich stark“ gerade die Erwerbstätigenquote bei den Älteren zugenommen habe - stärker als jede andere Altersgruppe.

Inzwischen erkenne die Wirtschaft, dass weniger junge Menschen nachwachsen und dass die Kompetenzen, die Menschen im Laufe eines Lebens gesammelt hätten, etwas ganz Besonderes sei, erklärte von der Leyen weiter. Wenn dies “klug kombiniert“ werde mit Weiterbildung, könne dieser “Erfahrungsschatz des Alters“ sehr viel besser genutzt werden.

ap

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