Röttgen greift die Grünen an

Bundesumweltminister Norbert Röttgen wehrt sich gegen die Vorwürfe der Grünen.

Berlin - Nachdem die Grünen dem Umweltminister vorgeworfen haben, stromintensive Betriebe von Förderkosten weitgehend zu befreien, keilt Norbert Röttgen nun zurück. Was er der Partei vorwirft:

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die Grünen-Kritik an der weitgehenden Befreiung stromintensiver Betriebe von den Ökoenergie-Förderkosten scharf zurückgewiesen. “Der Unterschied zwischen Union und Grünen ist, dass wir den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern und gleichzeitig Industrieland bleiben wollen“, sagte Röttgen am Freitag in Berlin. Der Schlüssel zum Erfolg liege in der Verbindung von beidem, “während die Grünen beides gegeneinander ausspielen und industriefeindlich sind“.

Öko-Rabatt für energieintensive Firmen

Bereits jetzt sind 650 Unternehmen mit hohem Energieverbrauch weitgehend von den Förderkosten befreit. Ab 2013 soll dieser Kreis erweitert werden, damit Unternehmen im Zuge der Energiewende in Deutschland gehalten werden können. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn hatte den Öko-Rabatt attackiert. “Es müssen dringend die Ausnahmetatbestände für die energieintensive Industrie beschnitten werden“, forderte Höhn.

Auch die Linke, die Ökoenergie-Branche und Greenpeace sind gegen die Ausnahmen, weil die Verbraucher dadurch mehr Kosten zu schultern hätten. Schließlich werde die Förderung von ihnen über den Strompreis mitbezahlt.

dpa

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